Hypno-therapie

Die von dem amerikanischen Psychiater Milton Ericsson vor rund 60 Jahren begründete Hypnotherapie hat die gezielte Beeinflussung unbewusster und unwillkürlicher Prozesse zum Ziel. Die hypnotische Trance wird genutzt, um dem Patienten den Zugang zu den eigenen Ressourcen zu eröffnen, damit dieser dann seine eigenen Lösungen finden kann. Die Hypnotherapie ist eine ziel-, lösungs-, und ressourcenorientierte Therapiemethode.

Behandlung mit Hypnose

Bei der Hypnose werden Interaktions- und Kommunikationsprozesse rituell eingesetzt, um bestimmte Erlebnis- und Bewusstseinszustände (Trance) anzuregen. Trance ist ein natürlicher Prozess - wir alle kennen Tranceerleben aus unserem Alltag. Vom Autofahren, Arbeiten, Lesen, in Form des Flow-Erlebens, als Problemtrance, Tagträumen oder die Spieltrance bei Kindern. Trance ist ein höchst konzentrierter Bewusstseinszustand, in dem unwillkürliches Erleben vorherrscht und die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet ist.

In der Trance wird mit Vorstellungsbildern, mit Imaginationen, gearbeitet. Imaginationen können vergleichbare Reaktionen hervorrufen, wie tatsächliches Verhalten. Wenn Sie sich sehr wirklichkeitsnah vorstellen, wie Sie in einen Apfel beißen, wird ihr Magen Magensäure zur Verdauung produzieren. Diese Fähigkeit des menschlichen Organismus macht sich die Hypnotherapie zunutze. In der therapeutischen Trance ist eine Fremdbeeinflussung gegen den Willen des Klienten nicht möglich.

Hypnosystemische Therapie und Beratung

Die hypnosystemische Therapie und Beratung wurde von dem deutschen Facharzt für Psychosomatik Gunther Schmidt in den 1980 er Jahren entwickelt und verbindet Modelle der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie mit Ansätzen der Systemischen Beratung und Therapie. „Hypnotherapie im hypnosystemischen Sinn ist das systematische Arbeiten mit unwillkürlichen Prozessen mit allen Sinnen, in jedem Kontext und immer zielorientiert" (Gunther Schmidt).